Grauer Star – auch hier spielen Linsen eine Rolle

Nach 8 bis 10 Minuten ist alle vorbei. So lange dauert nämlich die ambulante Operation am Grauen Star – einer Katarakt, einer Trübung der Augenlinse. Die Betroffenen bemerken zuerst nur eine Verschlechterung des Sehvermögens, die Scharfsicht lässt langsam und schmerzfrei nach. Die Ursachen sind meist das fortgeschrittene Alter der Patienten. Doch auch UV-Strahlung in das Auge oder Diabetes mellitus können verantwortlich sein. Jedes Jahr werden in Deutschland über 650.000 Operationen am Grauen Star durchgeführt. Hierbei wird das Auge örtlich mittels Injektions- oder auch mittels Tropfanästhesie betäubt. Die letztere Methode ist schonender für Patienten, vor allem jene, die gerinnungshemmende Medikamente einnehmen oder Insulin spritzen müssen. Mithilfe eines Ultraschallgerätes wird daraufhin die Linse im Auge zertrümmert und abgesaugt (Phakoemulsifikation). Es sind nur sehr kleine Schnitte notwendig, die nicht genäht werden müssen. Anschliessend wird eine Kunstlinse eingesetzt. Nach dieser Operation, also nach dem Einsetzen der künstlichen Linse, kann das Auge nicht mehr selbsttätig scharf stellen. Deswegen ist eine Lesebrille in jedem Fall erforderlich. Der Patient muss sich vor der Operation nur entscheiden, ob er nach den Eingriffen lieber ohne Fernbrille, aber mit einer Lesebrille leben möchte oder umgekehrt, damit die geeignete Stärke der Kunstlinsen ausgewählt werden kann. Wenn beide Augen operiert werden, wartet man zwischen den Eingriffen etwa vier Wochen ab. Im Einzelfall reichen aber auch nur wenige Tage. Nach der zweiten Operation dauert es nochmals zirka acht Wochen, bis sich eine stabile Situation eingestellt hat, sodass die entsprechenden Brillengläser angepasst werden können. Postoperativ werden für etwa drei bis vier Wochen antibiotische und entzündungshemmende Augentropfen verordnet und je nach Heilverlauf augenärztliche Kontrollen durchgeführt.

Eine gute Genesung wünscht Ihnen Sonja

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